Geocaching und der Untergang des Abendlandes in vielen kleinen Punkten – Oder: Warum Geocaching so wunderbar und so doof gleichzeitig ist

Schon lange trage ich dieses Posting mit mir rum, hab aber nie so richtig den ersten Ansatz gefunden. Irgendwie muss es aber raus und darum gibt es jetzt nach langer Zeit und in der ohnehin versöhnlich gestimmten Weihnachtszeit mal wieder was zu lesen. Bevor ihr euch den Text jetzt antut eine Warnung: In gewisser Weise ist er auch eine Abrechnung und falls ihr keine Lust auf kontroverse Meinungen habt, dann lest ihn lieber nicht. Worum es geht? Nun, hier ein paar Schlagwörter: Damals, Heute, Handy-Cacher, GPS-Cacher, Statistiken, Statistikcachen, Statistikfälscher, Statistikübertreiber, Matrixen, Facebook, Mysteries lösen, Mysteries nicht lösen, Mysterie Koordinaten tauschen, Hardcorecachen, Softcorecache, Mediumcorecachen, Bloggende Geocacher, Cachende Blogger, Nichtblogger, Powertrail-Liebhaber, Powertrail-Hasser, schöne Dosen, hässliche Dosen, Favoritenpunkte, GC-Vote, Mega-Events, Giga-Events, Events, Punkte-Citos und die Community als Ganzes.

 

Ganz schön viel? Stimmt. Wobei, eigentlich könnte an dieser Stelle auch schon das Resümee folgen mit dem dann auch eigentlich alles gesagt wäre:

 

Geocaching ist deshalb toll, weil jeder dieses Spiel so spielen darf, wie er/sie es für richtig hält. Kurzum: Jeder soll nach seiner Façon selig werden!

 

Doch halt, der Ankündigung von oben mit der langen Ausführung zu einzelnen Schlagwörtern werde ich dann wohl nicht gerecht. Und ganz so einfach ist es dann wohl doch auch nicht. Der Grund dafür ist in der Community zu finden, die sich ja bekanntermaßen gerne mit sich selbst beschäftigt und über das Ende des Spiels und dessen Missstände philosophiert. Der Untergang des Abendlandes droht beinahe täglich, sofern man den vollmundigen Ankündigungen in den einschlägigen Blogs, Facebook-Gruppen und Foren glauben darf.
Die Gründe hierfür sind wechselhaft, werden mal in den Vordergrund, mal in den Hintergrund gedrängt, tauchen jedoch periodisch immer wieder auf.
Ein paar Beispiele:
Eine ganze Reihe von Personen findet es unsportlich, wenn Mysterie-Koordinaten nicht selbst errätselt, sondern einfach nur ertauscht werden. Diejenigen, die die Koordinaten ertauschen wiederrum regen sich über die Flut der Ratehaken auf.
Viele alteingesessene Cacher mögen keine Powertrails, während Vieldosenjunkies Multi-Caches und Letterboxen links liegen lassen und als Platzverschwendung (sofern nicht als virtuelle Stages angelegt) ansehen. Nicht-Baum-Kletterer werden wahlweise als Umweltsünder oder als unsportlich (von den „echten“ Hallenkletterern) verschrien und Statistiken sind sowieso nur was für Profilneurotiker.

 

Meine Antwort: Leute, macht euch mal locker. Tut es euch weh, wenn andere Personen meinen Rätsel nicht selbst errätseln oder auf Bäume klettern zu müssen? Fällt es euch so schwer zu ignorieren, wenn irgendwo schwere Mysteries oder Challenges liegen, die vielleicht nur den Owner selbst Freude bereiten? Warum stören euch fremde „gefälschte“ Statistiken so sehr und ist es wirklich schlimm, wenn Personen Sachen online loggen, die sie gar nicht selbst vollbracht haben? Im Grunde ist die ganze Aufregung doch nur symptomatisch für das Problem, dass wir uns heutzutage ständig mit anderen Personen vergleichen müssen. Und dann stört es natürlich, wenn andere vermeintlich zu unfairen Mitteln greifen um toller und besser zu sein als jemand selbst. Aber ist das wirklich der tieferliegende Sinn für euch beim Geocaching? Oder geht es nicht vielmehr um die Freude am Dosensuchen (egal ob – je nach Präferenz – Multi oder Powertrail), das Abenteuer, das Geheimnis um die versteckten Schätze und vielleicht sogar um die Gemeinschaft?

 

Wahrscheinlich sind die angerissenen Aspekte für jeden unterschiedlich wichtig. Was zählt ist meiner Meinung nach jedoch, dass jeder mit dem Spiel auf seine Weise glücklich wird. Und das geht wahrscheinlich am besten, wenn wir uns mehr auf uns selbst und nicht auf die Handlungen anderer konzentrieren. Darum noch einmal: Soll doch jeder machen wie er/sie will. Und wenn dann mal von jemanden die Statistiken oder sonst etwas gefälscht werden, dann betrügt er/sie sich am Ende am meisten selbst und niemand anderen.

 

Ich komme leider nicht umhin doch noch eine Einschränkung zu dem eben geschriebenen zu posten: Das Ganze geht natürlich nur so lange, wie das Spielvergnügen anderer nicht eingeschränkt wird.

[GSAK] GenUploadStats Reloaded

Nachdem das Macro GenUploadStats aufgrund einer Änderung auf der Website ja schon eine ganze Weile nicht mehr funktioniert, hat Robin aka RSKBerlin von den Wampenschleifern jetzt eine Lösung zusammenstellt, die dem alten Zustand recht nahe kommt. Diese beschreibt er in der aktualisierten Form seiner wirklich sehr guten Dokumentation zum „Loggen und Statistik erstellen mit GSAK“, welche ich an dieser Stelle gerne noch einmal empfehlen möchte. Seine GSAK-Folien inkl. der Anleitung gibt es auf dieser Seite.

Grigri 2 Verlosung beim Geocaching-Handbuch

Drüben beim Geocaching-Handbuch wird aktuell ein Grigri 2 verlost. Meines Erachtens gibt es zwar bessere Abseilgeräte auf dem Markt (vor allem die fehlende Panikfunktion sowie Zertifizierung als Abseilgerät führen hier dazu, dass das Gerät anderen unterlegen ist), als Sicherungsgerät für den Vorstieg oder als Element einer Kurzsicherung ist das Grigri 2 jedoch ideal. Wenn ihr also auch ein solches Gerät haben wollt, so bietet euch die Verlosung eine gute Chance auf einen Gewinn (sofern ich das Gerät durch meinen Blogpost nicht weg schnappe ;-)).

[GSAK] Lab-Caches Part III

Da ich es bislang versäumt habe darauf hinzuweisen hier noch schnell ein Nachtrag zu den vergangenen Lab-Cache Tutorials:
Mittlerweile unterstützt GSAK Lab-Caches weitestgehend. Was heißt das?

  1. Es gibt eigene Icons für Lab-Caches.
  2. Lab-Caches können als Cacheart ausgewählt werden.
  3. Auch die von Groundspeak bereit gestellten GPX-Files können jetzt importiert werden (Umlaute werden dabei allerdings gelöscht).

Um Lab-Caches mit GSAK wirklich zu nutzen müssen jedoch weiterhin einige manuelle Wege gegangen werden:

  • Logs werden weiterhin über das AddLog-Macro eingefügt. Andernfalls erscheinen die Lab-Caches nicht als Funde.
  • Um Lab-Caches auch auf den jeweiligen Geräten anzuzeigen sollte die Cacheart immer noch umgestellt werden.

Insgesamt ist das Handling der Lab-Caches in GSAK aber nun wesentlich einfacher bzw. weniger aufwändig.

Das war das Mega-Event am See (GC4NHCT)

Wäre Christian Gallus (Herausgeber Geocaching Magazin) allen Besuchern des gestrigen Megas „Event am See“ am Eingang persönlich um den Hals gefallen – niemand hätte es gewundert. Das bereits vierte Geburstagsevent des Geocaching Magazins strahlte nämlich solch eine familiäre Atmosphäre aus, dass man sich eher wie bei einer Heimkehr denn auf einem Eventbesuch fühlte. Und das unabhängig davon, ob es nun der erste oder vierte Besuch war.

 

Entsprechend freundlich und relaxed war dann auch die Stimmung. Während am Nachmittag ein paar Wolken aufzogen, die ihre nasse Ladung auf die Teilnehmer fallen ließen, wurde das geschäftige Treiben unten hierdurch keineswegs getrübt.

 

Unterm Dach

 

Programm, Event- und Labcaches
Dies mag wohl auch damit zusammen hängen, dass den Eventteilnehmern einiges geboten wurde: Nachdem man auf der kleinen Händlermeile etwas (mehr) Geld los geworden war, ging es bei den angebotenen Workshops (Tauchen, Materialkunde mit Dolphiner, Comic-Zeichnen mit Jascha Buder) kostenlos weiter – wenn man denn soweit kam. Denn der am morgen gepublishte Mysterie Vogel-Gezwitscher hielt die Eventteilnehmer dazu an, mit anderen Besuchern in Kontakt zu treten. Ständig „musste“ man sich also unterhalten. Die jüngeren Eventteilnehmer spielten unterdessen ein Cacher-Bingo, bei dem sie Cacher finden mussten, die bestimmte Anforderungen (mindestens 5 Länder, mehr als 10000 Caches usw) erfüllten, oder machten einen „Multi“ rund um den See. Alles war also darauf ausgelegt andere kennen zu lernen. Und das klappte unserer Beobachtung nach hervorragend. Wollte man sich den Gesprächen und dem Gelände ein wenig entziehen, so konnte man sich den angebotenen Fahrradtouren oder der Jagd nach Labcaches widmen. Von letzteren waren für das Event immerhin fünf Stück angelegt worden, was uns zumindest vollkommen ausreichte um die tägliche Caching-Dosis zu erfüllen. Dass wir die Labcaches für eine tolle Möglichkeit halten den Run auf die umliegenden Dosen während eines Megas etwas zu bremsen, hatten wir ja schon in einem vorherigen Posting erläutert:

Im Hinblick auf zukünftige Megas könnten Lab-Caches insgesamt aber eine gute Alternative zu richtigen Caches sein. Sie sind nicht auf Dauer angelegt und benötigen keine Logbücher. Da dementsprechend auch keine Verstecke angelegt werden müssen, lassen sie sich umweltverträglicher anlegen und finden – wie bewiesen – auch mitten in der Stadt ihren Platz.

 

Wir können festhalten: Das klappte auch diesmal tadellos. Am späteren Nachmittag wurden dann noch die Universumsmeisterschaften im Luftmatrazen-Paddeln und Unterm-Weidezaun-krabbeln durchgeführt, bei denen den Gewinnern neben Ruhm und Ehre Coins winkten. Anschließend erfolgte das Abendprogramm zu dem wir selbst nicht mehr blieben. Laut Hörensagen haben die „The Dicey Reillys“ aber mächtig eingeheizt.

 

Einziger Kritikpunkt am Programm: Die Dosen und Labcaches hätten früher gepublished werden sollen, da man wegen des späten Releases am Eventtag eigentlich keine Chance hatte, sie noch auf das GPSr zu spielen. Das ist aber wirklich auch schon Jammern auf allerhöchstem Niveau.

 

Location
Als Event-Location diente wie in den Vorjahren der Badesee Vogel im hessischen Trebur-Geinsheim. Nicht nur im Hinblick auf das Programm und die mit dem See verbundenen Abkühlungsmöglichkeiten eine hervorragende Wahl: Mehrere Tage anreisende Cacher konnten direkt auf dem Gelände campen, die (kostenlose) Parksituation ließ keine Wünsche offen und auch die Anbindung an größere Städte ist vorbildlich. Zudem war das Team des Badesees bestens auf die anreisenden Cacher eingestellt.

 

Verpflegung
So musste man nie lange anstehen, wenn man Getränke oder Essen kaufen wollte. Die Preise waren zudem mehr als cacherfreundlich. Softdrinks gingen für 1,50 €, Kaffee für 1,40 € und Pommes mit Bratwurst für 4 € über die Theke. Sicher, man kann hier keine kulinarischen Highlights erwarten, aber mehr als solide war die Qualität – insbesondere der geräucherten Forellen – allemal. Perfekt!

 

Fazit
Oh, wie war das schön. Ein wirklich einmaliges und erstklassiges Mega, dass die Herausgeber des Geocaching-Magazins da auf die Beine gestellt haben. Vom Programm über die Location bis hin zur Verpflegung stimmte hier wirklich alles und so reihen wir uns in die lange Schlange derjenigen ein, die bereits jetzt ihr WA für nächstes Jahr loggen würden, wenn es denn ginge!