Das war das Mega am Meer (GC54932)

Während sich die vergangenen Megas/Gigas (zumindest die, die wir besucht haben) sich ja stets versucht haben gegenseitig zu übertrumpfen, was Programm und allgemeines Angebot (Händler, Lab-Caches und andere Aussteller) anging, so war das Mega am Meer gänzlich „anders“. Wie gewohnt backten die Nordlichter (zu denen ich mich übrigens auch zähle) nämlich eher kleine Brötchen und so war das erste Mega eher eine Einladung die ohnehin vorhandenen Attraktionen in und um Bremerhaven zu zeigen, dann eine Geocaching-Großveranstaltung.

 

Mega am Meer

 

Location
Das Hauptevent fand in den Bremerhavener Havenwelten statt.
 

Die Havenwelten sind ein maritim angehauchtes Viertel im Zentrum Bremerhavens, das in seiner jetzigen Form zum Großteil ab dem Jahr 2000 entstanden ist und zwischen der Neuen Bürger (der Fußgängerzone mit Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants) und dem Weserdeich liegt.
 
Rund um die Außenfläche, auf der das MEGA am MEER Samstags-Event stattfindet, befinden sich zum Beispiel das Deutsche Schiffahrtsmuseum, das Mediterraneo Shopping-Center, das Klimahaus 8° Ost, das Auswandererhaus und der Museumshafen mit dem Segelschiff Seute Deern, dem Feuerschiff Elbe 3 und Museums-U-Boot Wilhelm Bauer.

(Entnommen der Eventhomepage)
 

Anders als beim Giga in Mainz diente als Eventlocation also keine geschützte Halle, sondern ein Außenareal. Gerade beim etwas wechselhafteren norddeutschen Wetter eine aus unserer Sicht mutige Wahl, zumal es während des Megas immer mal wieder regnete. Da die Location zudem nicht abgesperrt wurde, kam es zu einer starken Durchmischung von Muggeln und Geocachern. Zusammen mit den wenigen Ausstellern (es waren nicht mal alle üblichen Verdächtigen da), einem Toilettenhäuschen und ein paar Fressbuden entstand so für uns eher Straßenfest- als Megastimmung. Ein Geocacher fragte sich (in etwas übertriebener Härte) auf Facebook in diesem Zusammenhang sogar, warum er überhaupt Eintritt gezahlt hatte. Und so ganz können wir diesen Gedankengang nicht verübeln, da ja auch Muggel die gleichen Attraktionen nutzen konnten ohne etwas zu zahlen.
 

Logbuch
Das Logbuch war außen an einem Seecontainer angebracht und bestand aus einem großen Transparent. Das maritime Thema wurde also aufgegriffen, Basteleien in Richtung eines Gutenberg-Logos oder eines Apfels (Big Äppel Mega) fehlten jedoch. Zum Loggen aber in jedem Fall vollkommen ausreichend!
 

Eventcaches
Gesonderte Eventcaches gab es nach unserer Beobachtung nicht. Dafür wurden am Mega-Tag die umliegenden Caches mit großen Logbüchern (Schnellhefter) ausgestattet, so dass die Caches dem Ansturm gewachsen waren. Gut so!
 

Labcaches
Labcaches haben sich ja mittlerweile als fester Bestandteil eines jeden Megas/Gigas etabliert und so wurde auch am Mega am Meer nicht mit diesem Cachetyp gegeizt. Die Aufgaben/Locations waren interessant und die Fragen nicht allzu schwierig, so dass das Sammeln der 10 Codes quasi im Vorbeigehen erledigt werden konnte. Eine Aufgabe, der wir uns gerne gewidmet haben, nachdem das eigentliche Eventprogramm (siehe nächster Punkt) ja nicht übermäßig umfangreich ausfiel. Doch auch hier müssen wir leider etwas kritisieren: Aus Angst, dass die Listen frühzeitig bei Facebook und anderen Tauschgruppen auftauchen, wurden die Labcaches erst am Freitagabend um 17:00 Uhr freigeschaltet. Dadurch wurde uns die Möglichkeit genommen diese noch vor dem Event aufs GPSr zu laden und so liefen wir am Freitag schon mal an mehreren Labcaches vorbei und mussten uns nach der Heimkehr noch der Übertragung widmen. Dass die Labcache-Laufzeit zunächst zudem nur bis Sonntagmittag angesetzt war, sorgte zudem für zusätzlichen Stress.
 

Programm
Programmatisch hatte dieses Mega für uns leider nicht allzu viel zu bieten. Klar, es gab bei allen Attraktionen um das Gelände herum vergünstigten Eintritt. Aber diese kann man ja auch ohne ein Mega besuchen (abseits davon, dass Bremerhaven wohl ohne Mega keine Wunsch-Reisedestination von uns wäre). Der kurzfristig anberaumte Lockpicking-Workshop war innerhalb kürzester Zeit ausgebucht. Ansonsten gab es eine Hüpfburg für die Kinder und am Abend das wohl eigentliche Highlight, das Dosenfischerkonzert. Letzteres versäumten wir allerdings, da es für unseren Nachwuchs zu spät wurde und wir, ehrlich gesagt, auch keine besonders großen Dosenfischer-Fans sind. Insbesondere Musikgeschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.
 

Verpflegung
Da wir uns größtenteils abseits des Events verpflegten (wir waren ja auch nicht viel auf dem Gelände), können wir diesmal nicht allzu viel zur Verpflegungssituation sagen. Augenscheinlich war sie aber fischlastig, aber wirklich gut und günstig. Großes Lob hierfür!
 

Fazit
Ein Mega zu organisieren ist eine große und undankbare Aufgabe, die wir selbst nicht übernehmen wollten. Insofern sind wir alle den Organisatoren zu Dank verpflichtet, dass sie diese Arbeit für die Community übernommen haben. Nichtsdestotrotz hatten wir uns vom Mega am Meer dann aber doch etwas mehr bzw. etwas anderes erhofft. Für unsere Erwartungshaltung können aber die Organisatoren natürlich nichts. Also: Auch wenn es uns selbst nicht umgehauen hat und das Mega insgesamt etwas „anders“ war, so möchten wir uns doch für den Besuch im hohen Norden bedanken!

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