[T5] [Produkttest] Courant Cross Pro Kletterrucksack

Bitte beachten: Ich habe in diesem Posting keine Affiliate-Links u.Ä. versteckt noch erhalte ich Geld von Courant oder stehe mit der Firma in irgendeiner Form in Verbindung. Den im Produkttest gezeigten Rucksack habe ich mir selbst und aus freien Stücken für meine Caching-Touren angeschafft. Ich verzichte deshalb auch bewusst auf Links zu Shops, bei denen es den Artikel zu kaufen gibt.

 

Nachdem im Sommer die T5-Kletterausrüstung noch erweitert worden war, stand ich vor einem Problem: Der alte Kletterrucksack war auf einmal zu klein für meine Ausrüstung. Übergangsweise besorgte ich mir also einen größeren Rucksack, merkte jedoch schnell, dass ich auch hiermit an gewisse Grenzen stieß (zu unbequem, zu schwierig zu öffnen). Es nützte nichts, ein neues Transportbehältnis musste her. In Folge begann ich diverse Klettershops zu durchforsten, Threads zu lesen und Herstellerseiten zu besuchen bis ich am Ende eine (kurze) Liste mit möglicherweise brauchbaren Transportbehältern vorweisen konnte, die mehr oder minder zu meinen Kriterien „viel Platz“, „leicht zu transportieren“, „gutes Ordnungssystem“ sowie „leicht zu öffnen“ passten.
In die engere Auswahl kamen schließlich folgende Produkte:

 

Gemeinsam sind allen Produkten die durchdachten und anwendungsbezogenen Transport- und Ordnungskonzepte sowie (leider) die hohen Preise von circa 90€ beim Mammut Neon Gear bis 140€ (Courant Cross Pro, Beal Combi Pro). So merkte ich schnell, dass ich unter 100€ wohl kaum einen Rucksack bekommen würde, der mich selbst zufrieden stellen sollte.
Am Ende entschied ich mich dann für den Rucksack von Courant, welchen ich an dieser Stelle gerne vorstellen und empfehlen möchte. Warum keines der anderen Produkte? Nun, ganz einfach: Den Neon Gear Rucksack hat mein ständiger Kletterpartner in Gebrauch und er erschien mir für meine Zwecke zu klein. Beal bietet den Combi Pro Rucksack leider nur in der Farbe (neon-)gelb an und das war mir fürs Geocaching dann doch zu auffällig (außerdem mag ich schwarz) und bei der SherrillTree Seiltasche gefiel mir der Gedanke nicht, dass ich in Zukunft meine Ausrüstung von oben in die Tasche stopfen müsste. Blieb nur der Courant Cross Pro.

 

Eigene Produktfotos

 

Vorteile
Heute, einiges T5-Touren später, bin ich mit dieser Entscheidung weiterhin vollends zufrieden. Der Rucksack entspricht genau meinen Erwartungen:

  • Das Cordura-Material ist sehr robust und lässt sich gut säubern, auch wenn der Rucksack im Dreck lag.
  • Viele kleine Taschen (eine sogar von außen erreichbar) sowie die vielen Materialschlaufen innen und auch außen am Rucksack lassen ein richtiges Materiallager entstehen. So aufgeräumt war es bei mir vorher noch nie. Und die Ordnung hält sich auch über verschiedene Einsätze.
  • Der Rucksack dient im aufgeklappten Zustand auch als Unterlage. Hierdurch erspare ich mir Verschmutzungen am Material selbst.
  • Besonders gut gefallen mir die vielen Griffe, durch die sich der Rucksack schnell und einfach bewegen lässt.
  • Als Rucksack aufgeschnallt geht es mit wenig Belastung durch den Wald. Dies ist dann von Vorteil, wenn man mal wieder nicht direkt unter dem Zielobjekt parken kann.
  • Oben auf dem Rucksack ließe sich theoretisch auch der Helm befestigen. Ich bevorzuge aber die inkognito-Variante im Rucksack selbst.
  • Dadurch, dass der Rucksack zum öffnen aufgeklappt wird, sind auch die Öffnungen insgesamt groß genug, damit nichts mehr mühsam irgendwo rein gequetscht werden muss. Es reicht vollkommen zum Beispiel den Industriegurt mittig auf die Rückenfläche zu legen und den Rucksack dann zuzuklappen.
  • Der Rucksack ist ein Raumwunder im positiven Sinne. Abgesehen vom Seil sowie meiner Big Shot transportiere ich meine komplette Ausrüstung in ihm – und habe sogar noch Platz für Neuanschaffungen.

 

Nachteile
Leider ist auf dieser Welt aber nichts perfekt und so muss man auch bei diesem Rucksack ein paar kleinere Abstriche machen, welche vornehmlich im Bereich Tragekomfort zu finden sind:

  • Anders als beispielsweise beim Neon Gear ist die Hauptöffnung an der Vorderseite und nicht am Rücken. Wenn der Rucksack also zum Öffnen auf den Boden gelegt wird und dieser dreckig ist, hat man im Anschluss auch einen dreckigen Rücken.
  • Franzosen scheinen generell weniger breit gebaut zu sein. Ich selbst bin von meiner Statur her absolut kein Hüne und die ständige Büroarbeit sorgt auch nicht für besonders kräftige Schultermuskeln. Dennoch hätten die Schultergurte für mich ein wenig weiter auseinander liegen können, da sie derzeit doch etwas auf die Nackenmuskulatur drücken.
  • Kompromissloser Komfort beim Rucksacktragesystem sieht dann doch anders aus: Die Schultergurte lassen sich nur in der Länge einstellen, ein Brustgurt fehlt und auch die Rückenpartie gleicht nicht gerade der eines guten Rucksacks.
  • Der Hüftgurt des Rucksacks ist ebenfalls nur separat erhältlich und schlägt noch einmal mit fast 30€ eine weitere Kluft in den Geldbeutel.

 

Fazit
Trotz der Nachteile und des hohen Preises kann ich diesen Rucksack dennoch allen ans Herz legen, die Wert auf Ordnung und Platz legen. Alles weitere und noch nicht genannte sollte sich aus den Bildern der Galerie ergeben. Cacher aus dem Raum Mannheim können den Rucksack natürlich auch bei mir besichtigen und Fragen in den Kommentaren beantworte ich wie immer gerne.

3 Kommentare

  1. knocher

    Guter Erfahrungsbericht!
    Ich habe mir vor ein paar Monaten den Edelrid – Crag Bag II gekauft. Da kriege ich das Seil, PIlotleine, Karabiner, Bandschlingen etcpp unter.
    Nur den Helm nicht, aber auch nicht die Big Shot.
    Gerade die Big Shot rumzutragen ist nicht einfach und vor allem fällt es einfach auf. Ich habe mir aus Feuerwehrschlauch zwei Köcher gebaut, aber optimal ist das noch nicht. Was nimmst du dafür?

    • Mtn

      Ich habe einen Schuttergurt aus dem Angelbereich der hervorragend für meine Rootshot passt. Kann ich dir bei Gelegenheit mal zeigen.

    • batteur

      Für die Big Shot hatte ich auch einen Feuerwehrschlauch, aber inzwischen die Biggie Bag von geoclimbing. Damit trägt sie sich doch um einiges angenehmer.

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