Das-erstklassige-Eventlogbuch

Das war das Big Äppel Mega #GC4MEGA

Passend zum Motto des gestrigen Megas können wir heute schon festhalten: Nach dem Mega ist vor dem Mega. Denn in nicht einmal mehr zwei Wochen geht es schon mit dem Event am See weiter. Während die Erinnerung noch frisch ist, wollen wir deshalb an dieser Stelle das Big Äppel Mega noch einmal Revue passieren lassen.

 

Motto
Das Mega-Event stand ganz im Zeichen der derzeit statt findenden Fußball-Weltmeisterschaft. Als Nebenmotto könnte man zudem die Börsenstadt Frankfurt und der Ebbelwoi nennen, um die es sich immer wieder in den Caches, Aktionen und auch auf der Coin drehte. Ob Fußball und Geocaching nun unbedingt ein gutes Paar sind, ist wohl in erster Linie davon abhängig, ob man selbst Fußball-Fan ist, oder nicht. Und Städtemottos passen natürlich immer. Wir favorisieren letztere, weil man als teilweise weiter angereister Geocacher dadurch noch mehr die Möglichkeit bekommt, die Region besser kennen zu lernen. Davon unabhängig haben die Organisatoren die Mottos aber sehr stimmig umgesetzt.

 

Merchandising
Dass die Mottos gut umgesetzt wurden zeigte sich auch im Mega-Merchandising. So fand sich der „Big Äppel“ sowohl auf der schönen Coin, dem T-Shirt (designed in Anlehnung an ein Fußballtrikot) als auch auf dem klasse Mega-Logbuch wieder. Der Farbe der Saison (Orange) konnten die geneigten Besucher durch Helfereinsätze entgehen, bei der es schwarz-weiße T-Shirts und violette Coins gab. Einige Stände haben zudem passend zum Event Äpfel verkauft. Namensschilder und Lanyards, wie es sie beispielsweise in Berlin gab, waren jedoch nicht vorhanden. Dafür konnte man sich für 6€ seinen Namen aufs T-Shirt machen lassen, wenn man wollte.

 

Location
Das angemietete Fußball-Stadion passte hervorragend zum Motto des Megas und machte natürlich einen insgesamt bombastischen Eindruck. Ansonsten fanden wir die Location nicht ganz optimal gewählt bzw. aufgeteilt. Während für Helfer, VIPs etc. sehr viel Raum zur Verfügung stand und es auch in die Gänge hinaus noch relativ weitläufig wurden, quetschte sich die Händlermeile – für viele Cacher ein wichtiges Element – auf relativ engem Raum zusammen. Darüber hinaus wurden noch Essenstände in die Meile integriert, was den vorhandenen Platz weiter einschränkte und die Meile mit einem nicht ganz schönen Duft belegte. Hier hätte man sicherlich besser aufteilen können. Die Location selbst führte weiterhin zu einer Reihe unschöner Probleme: So waren hier die Sicherheitsauflagen weitaus höher als auf freien Flächen und die Security des Gebäude entsprechend rigider bei der Ausführung ihrer Pflichten. Dadurch, dass es um die Arena herum und nach dem Event zudem mehrere andere Veranstaltungen gab, kam es immer wieder dazu, dass Besucherströme umgeleitet werden mussten und Personen aufs Gelände wollten, die aber eigentlich gar nicht dazu gehörten. Der Location ist es daneben wohl geschuldet, dass das Event am Ende jäh zu Ende ging. Dazu mehr im letzten Punkt. Die Parksituation hätte durch die Tiefgarage nicht besser sein können. Auch die Zuweisung der Parkplätze hat uns gefallen.

 

Ablauf / Helfer
Der Ablauf und die Helferschichten des Megas wurden insgesamt bestens organisiert. So gingen alle Abläufe reibungslos über die Bühne, unnötig lange Warteschlangen vor den Eingängen (in unserer eigenen Helferschicht gab es kaum etwas zu tun) und an den Ausgaben gab es unserer Beobachtung nicht und auch das Ticket-System funktioniert – sofern die Tickets denn ausgedruckt vorlagen. Digitale Tickets gingen nämlich ausdrücklich nicht. Das ist aus umwelttechnischen Gründen etwas schade, aber wohl auf das verwendete System zurück zu führen. Insgesamt aber kein Beinbruch. Vor Probleme stellte wohl einige Leute auch, dass die Tickets als Bilder und nicht als PDF und in unregelmäßigen Schüben recht spät versendet worden waren. Das wäre aber auch schon der einzige Punkt an dem man bei einer eventuellen Wiederholung noch einmal optimieren könnte.

 

Programm, Event und Labcaches
Programmatisch ließ das Big Äppel-Mega keine Wünsche offen. Es gab alles, was zu einem Mega so dazu gehört. Von Führungen durch die Arena über Workshops (OSM, WherIgo und GSAK), Lesungen, Filmvorführungen, Kinderprogramm bis hin zur Cacher-WM dürfte niemandem langweilig gewesen sein. Dafür sorgten auch die zahlreichen sehr schönen Caches, die anlässlich des Events im dahinterliegenden Waldstück gelegt worden waren. Sicher, Geocaching auf einem Mega ist bestimmt nicht die Sacher für Jedermann und schon sehr speziell. Statt Caches zu suchen, werden Caches weitergereicht. Letterboxen, Multis abzulaufen oder Mysteries selbst zu lösen ist eigentlich nicht nötig. Aber wenn einen das nicht stört, dann konnte man viel Spaß mit den Caches haben, die auch außerhalb des Megas eine sehr schöne Runde ergeben werden.
Neben den Hauptcaches sorgten auch die zehn auf dem Gelände und in der Stadt befindlichen Lab-Caches für Beschäftigung. Während man bei den Meisten hierbei „nur“ Codes oder Buchstabenkombinationen suchen und ablesen musste, dürfte der Virtual Reality Cache im Hauptgebäude für die Mehrzahl der Cacher eine neue Erfahrung gewesen sein, da man hier mit einer speziellen Software verstecke Informationen finden musste. Insgesamt zog man so zu fünf verschiedenen Stationen im Gebäude. Mit zehn Lab-Caches war es für unseren Geschmack dann aber auch mehr als genug und so waren wir ein wenig froh, als wir alle Informationen (mit etwas Hilfe) zusammen hatten. Ein Gedanke zu den Lab-Caches noch: Im Hinblick auf zukünftige Megas könnten Lab-Caches insgesamt aber eine gute Alternative zu richtigen Caches sein. Sie sind nicht auf Dauer angelegt und benötigen keine Logbücher. Da dementsprechend auch keine Verstecke angelegt werden müssen, lassen sie sich umweltverträglicher anlegen und finden – wie bewiesen – auch mitten in der Stadt ihren Platz.

 

Verpflegung
Der wohl größte Kritikpunkt im Vorfeld stellte sich auf dem Event als Papiertiger heraus: Nicht vorhandene Eingangskontrollen ermöglichten es allen Cachern etwas mitzunehmen, sofern sie auf dem Event nichts verzehren wollten. Doch eigentlich war dies gar nicht notwendig, boten die Stände auf dem Event doch ausreichend Möglichkeit Essen und Getränke zu cacherfreundlichen Preisen zu erstehen. Außer am Burgerstand draußen musste unserer Beobachtung nach zudem niemand wirklich lange anstehen um versorgt zu werden.

 

Ein jähes Ende
Das Ende des Events kam schließlich etwas plötzlich. Während wir uns außerhalb der Arena befanden wurde Innen bereits ab 16:30 – 17:00 Uhr alles auf Public-Viewing umgestellt. Das Event sollte jedoch eigentlich bis 18:00 Uhr gehen. De facto war dem aber nicht so. Dies führte dazu, dass Cacher schon mehr als eine Stunde vor dem Eventende nicht mehr auf das Gelände gelassen wurden. Eigentlich logisch, aber vielen offenbar nicht bewusst: Mit der Umstellung auf Public-Viewing verschärften sich für die Geocacher, die das Viewing besuchen wollten, natürlich auch die Taschenkontrollen. Vor dem Hintergrund der Diskussion der vergangenen Tage hätte man dies eventuell bedenken und darauf hinweisen sollen. Die Schwierigkeit auf das Gelände zu kommen und das verfrühte Ende führten außerdem dazu, dass es problematisch wurde an das in der Tiefgarage stehende Auto zu gelangen. Die Eingänge waren für Geocacher zu und man musste durch die Tiefgarageneinfahrt hinein laufen. Davon wusste nur leider niemand etwas – auch nicht die Einlasser -, so dass viele Cacher (inkl. uns) die Arena einmal umrunden mussten. Wäre die Kommunikation im Vorfeld klarer gewesen und hätte man das Event auch offiziell früher enden lassen, wäre an dieser Stelle wahrscheinlich ebenfalls weniger Frust aufgekommen. Sicher, die Probleme sind nicht auf die Organisatoren zurück zu führen, mangelhafte Kommunikation jedoch schon.

 

Fazit
Insgesamt haben wir auf dem Big Äppel Mega einen schönen Tag erleben können und wir freuen uns hingefahren zu sein. Motto, Merchandising, Verpflegung und Programm waren erstklassig. Und auch darüber, dass die Veranstaltung dann so schnell zu Ende war, können wir mit einem Tag Abstand schon wieder lachen. Es sind eben keine Profis am Werk bei solchen Veranstaltungen. Wir verbleiben in jedem Fall mit einer Reihe schöner Erinnerungen und freuen uns jetzt schon darauf die ganze Bagage am See wieder zu treffen. TFTE! 😉

6 Kommentare

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  3. Jörg

    Auch meine Eindrücke haben sich durch deinen Blogpost bestätigt. Nach dem Event in die Tiefgarage zu kommen war gar nicht zu leicht. Wir hatten dann aber zum Glück eine wirklich nette Security-Dame getroffen, die uns den Weg gewiesen hat.

    Liebe Grüße aus Limburg! Jörg

    • Mtn

      Hallo Jörg,

      die nette Security Dame trafen wir leider erst, nachdem wir einmal ganz außen rum waren. Aber so ist das manchmal eben 🙂

      Viele Grüße
      Johannes

  4. Aga & Deti

    Ein schöner Beitrag.
    Ich würde durch einen Hinweis im MKK-Forum darauf aufmerksam.
    Insgesamt spiegelt der Bericht meine Eindrücke wieder.
    Auch dass im Vorfeld wieder mehr genöhlt wurde als im Nachhinein nötig gewesen wäre war mir schon klar.
    Und wie schon geschrieben wurde hat die Organisation das Event als nicht Berufsmäßige Eventorgsnisatoren toll gestemmt.
    Bis zum See dann – wo die Organisation ja doch etwas einfacher sein müsste *zwinker*

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